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Montag, 17.07.2017

Maximilian Schneiderbauer: Deutsche Schülerakademie in Braunschweig

Vom 22. Juni bis zum 8. Juli 2017 nahm ich an der Schülerakademie Braunschweig I teil. Die Deutsche Schülerakademie ist ein außerschulisches Programm zur Förderung von begabten und besonders engagierten Schülern, um diesen in anspruchsvollen Kursen eine intellektuelle Herausforderung zu bieten und vor allem in Kontakt mit genauso begabten Schülern aus ganz Deutschland zu bringen. Dort werden sie von kompetenten und qualifizierten Akademie- und Kursleitern betreut. Für dieses Programm habe ich mich mit Frau Aigners Hilfe beworben und wurde trotz einer 40% Annahmequote schließlich auch angenommen. Gemeinsam mit der freudigen Nachricht, dass ich meine Erstwahl, nämlich Kurs 1.1 Galoistheorie – Von Körpern und Gruppen bekommen hatte, kamen jedoch auch ein rund 160 Seitiges Vorlesungsskript, das ich bis zum Akademieanfang durchzuarbeiten hatte und die Instruktion, ein einstündiges Referat über ein schwieriges mathematisches Thema vorzubereiten. Dies erledigte ich bis zum 22. Juni, an welchen Tag ich auch mit der Bahn gen Braunschweig aufbrach. Dort angekommen wurde ich direkt empfangen und zu unserer Unterkunft gebracht. Bei dieser handelte es sich um ein Internat, das die Schülerakademie gemietet hatte und nun von mir und den restlichen Teilnehmern bewohnt wurde. Nach einem Abend voller Kennenlernspielen und andern Auflockerungsversuchen seitens der Akademieleitung ging es am nächsten Tag gleich mit dem typischen Akademiealltag los: Der Tag startete, nach dem Frühstück, mit dem täglichen Plenum, eine Art Briefing darüber, was an dem Tag passieren wird, welche kursübergreifenden Aktivitäten angeboten werden, was das Abendprogramm ist und vieles weiteres. Danach begann die erste Kurschiene. Mein Kurs war ein mathematischer, spezifisch ging es um lineare Algebra. Dieser war ein vergleichsweise schwerer Kurs, da man zusätzlich zu dem eigentlichen Kursziel, dem Verstehen der Galoistheorie, zuerst all die nötigen Grundkenntnisse erlernen musste. Das Themengebiet dieses Kurses reichte weit über den Schulstoff der nächsten zwei Jahre in das Mathematikstudium hinein. Nach der ersten Kursschiene stand etwas für die Schülerakademie sehr Typisches auf dem Tagesplan: Die kursübergreifenden Aktivitäten oder auch KüA genannt. Bei diesen handelte es sich entweder um von einer Musikbeauftragten veranstalteten Chor, Orchester oder Bandproben oder von anderen Teilnehmern oder auch Kursleitern ins Leben gerufene kleine Kurse, deren Varietät von verschiedensten Sprachkursen über Gruppenspiele bis hin zu Powerpoint-Karaoke und einem Poetry Slam. Diese KüAs sollten ursprünglich bei der Akademieleitung gemeldet werden, jedoch bekamen sie im Laufe der zwei Wochen eine solche Eigendynamik, dass viele der kursübergreifenden Aktivitäten nicht mehr als solche gekennzeichnet wurden. Nach den mittags-KüA folgte wieder eine Kurschiene, danach Abendessen und daraufhin wieder KüAs, die oft bis spät in die Nacht oder in den folgenden Morgen dauerten. Zwar lief ein Großteil der Tage so ab, jedoch nicht alle. Beispielsweise wurde der Tagesplan für den Sonntag so angepasst, dass man ausschlafen konnte, was wegen des akuten Schlafmangels auch dringend nötig war. Am ersten Dienstag wurden auch Exkursionen zum Ockertal, Brocken oder nach Werningerrode unternommen, um einige Beispiele zu nennen. Das Ziel bis zum Ende der Akademie war, dass jeder Kurs eine Dokumentation zu den dort behandelten Inhalten erstellt, die dann zu einer großen Dokumentation zusammengestellt wurden. Die Dokumentation hatte einen hohen Anspruch, der bei meinem Teil erst nach dem siebten Korrekturlesen durch die Kursleiter erreicht war, was die letzten Tage so stressig machte, dass „Dokumentation“ von vielen Teilnehmern als Schimpfwort benutzt wurde. Trotzdem war es eine sehr schöne und unvergessliche Zeit und ich bin dem Förderverein für seine großzügige Spende und der Schulleitung für die Beurlaubung und vor allem Frau Aigner für den Vorschlag und die tolle Bewerbung sehr dankbar.           

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