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Montag, 10.07.2017

Schüleraustausch mit Heyrieux, Frankreich

Schüleraustausch mit Heyrieux, Frankreich
(9a, 9b, 9c)


 

Viel Engagement und Unterstützung – auch finanzieller Art -  sind gefordert, wenn man ein umfangreiches Austausch- und Fahrtenprogramm in zahlreichen Jahrgangsstufen einer Schule anbieten möchte. Damit möglichst viele unserer Schüler an diesem teilnehmen können, erweist sich der Förderverein des Gymnasiums Landau alljährlich als großzügig und ermöglicht somit ein erweitertes Angebot.

Im Rahmen des Austauschprogramms der 9. Klassen mit Heyrieux, (nähe Lyon) Frankreich, konnten wir im April 2017 unsere neue französische Partnerschule in Landau begrüßen und beim Rückbesuch im Mai/Juni in Frankreich wiedertreffen.

Vielfältig – so kann man die Eindrücke beschreiben, welche die Erfahrungen rund um einen Schüleraustausch mit Frankreich mit sich bringen:

Spannend war wieder einmal der Abend, an dem wir geduldig den Bus aus Frankreich vor dem Gymnasium erwarten und unsere Gäste begrüßen durften. Aufgeregte Jugendliche auf beiden Seiten fanden sich zusammen und brachen gemeinsam in die deutschen Gastfamilien auf, wo sie das Wochenende erstmal zum Kennenlernen nutzen durften.

Nach den ersten gemeinsamen Tagen konnte man erneut übersprudelnde Gemüter beim Austausch der Erfahrungen beobachten: deutsche Schüler nahmen schmunzelnd zur Kenntnis, wie deutlich doch der Unterschied bei den sehr „rudimentären“ Deutschkenntnissen ihrer Partner im Vergleich zu ihrer eigenen Französischkompetenz war, Franzosen bemerkten erstaunt, wie überreich das Essensangebot in ihren deutschen Gastfamilien ausfiel.

Furchtlos und erfrischend unbekümmert traten die jungen Franzosen unserem Stadtoberhaupt Herrn Steininger gegenüber, und formulierten so gut es eben ging im Sitzungssaal allerlei dringliche Fragen, wie etwa warum dem Bürgermeister das neu gelernte Getränk „Spezi“ weniger gut schmeckte als bayerisches Bier oder weshalb ganz Bayern voller Solarmodule zu sein scheint

Die Austauschpaare genossen sicherlich den gemeinsamen Ausflug nach Passau, wo sich die große Gruppe auf der Schifffahrt und dem Spaziergang durch die Stadt befreit von den üblichen Unterrichtspflichten sehr entspannt gab.  Als durchaus hartgesotten erwiesen sich unsere teilweise noch sehr jungen Gäste beim beinahe winterlichen Ausflug nach St. Englmar, sie trotzten den Temperaturen auf dem Waldwipfelweg und vergnügten sich fast noch kindlich bei den Experimenten im X-Perium.

Die Verabschiedung des frz. Busses am Ende der Woche erwies sich als traditionell tränenreich, umso herzlicher jedoch war der Empfang der deutschen Schüler in Lyon nur wenige Wochen später. Die meisten unserer Teilnehmer sahen sich umgehend dem französischen „Sprachbad“ in ihren Gastfamilien ausgeliefert, da dort kaum ein Wort deutsch weiterhelfen konnte, was ihre mündliche Kommunikationskompetenz weiter förderte.

Neben vielen kulturellen Einblicken, z.B. beim Stadtbummel durch Lyon, dem Picknick in der voralpinen Landschaft der Chartreuse, dem Besuch einer traditionellen Käserei oder der römischen Stätten in Vienne, stellten sich auch diverse „wohltuende“ Erkenntnisse bei unseren Jugendlichen ein, so zeigte z.B. der Schulbesuch des Collège Jacques Prévert, dass der Alltag dort aufgrund des Ganztagsbetriebs durchaus mühsamer erscheint als der eigene zu Hause!

Besonders hervorzuheben ist die hochmotivierte Art, mit der unsere Schüler die Stadtrallye in Heyrieux bestritten: in verschiedenen Geschäften und Einrichtungen mussten diverse Informationen und Realien – natürlich auf französisch – gesammelt werden, um die Gewinnerpreise zu ergattern.

Das erfolgreiche Lernen und Anwenden von Fremdsprachen führte am Ende erneut zu einem gewissen Stolz bei Lehrern und Schülern, dass die gemeinsame Arbeit über die Jahre real und erfolgreich anwendbar ist, sowie zu der Erkenntnis, dass das Erleben einer anderen Kultur und Sprache weit gewinnbringender sein kann als die eine oder andere noch so gut konzipierte Unterrichtsstunde.

Die Teilnehmer und Lehrkräfte des Austauschprogramms mit Lyon bedanken sich beim Förderverein für die Unterstützung und die Ermöglichung dieser Erfahrung!

 

Christina Wallner, OStRin

Laura Kehl-Waas, StRin









 

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